Allgemeine Änderungen

Änderungen im neuen Berufsbild (allgemein)

1.   Die neue Berufsbezeichnung lautet: Tourismuskaufleute (Kaufleute für Privat- und Geschäftsreisen)


2.   Der Beruf ist in drei Einsatzgebiete unterteilt

a.         Reisevermittlung
b.         Geschäftsreisen
c.         Reiseveranstaltung

3.   Der Ausbildungsbetrieb muss neue Kompetenzen vermitteln

Die Kompetenzen sollen zum einen durch eine erhöhte Stundenzahl für die Themen Geschäftsreisen und Reiseveranstaltung erreicht werden. Zum anderen werden Destinationskenntnisse gemeinsam mit Wissen über Reisemotive vermitteln, z.B. Golfreisen in Andalusien.

Englisch ist in fachspezifischen Zusammenhängen vermitteln.

4.   Der Rahmenlehrplan der Berufsschulen wurde inhaltlich verkürzt.

Die Inhalte wurden auf 13 Lernfelder verkürzt,  welche über drei Ausbildungsjahre verteilt sind. Diese Inhalte sind mit Methodenkompetenzen vermischt und exemplarisch zu erarbeiten. Alle Inhalte sind Grundlage für die schriftliche Abschlussprüfung.

5.   Die Zwischenprüfung bleibt bei einem zeitlichen Anteil von höchstens 180 Minuten.

Drei Prüfungsgebiete werden benannt:
a.         Produkte und Leistungen
b.         Arbeitsorganisation
c.         Wirtschafts- und Sozialkunde

Die Themen der Zwischenprüfung müssen sich auf die Inhalte des 1.Ausbildungsjahres beziehen.

6.   Die Abschlussprüfung wurde zeitlich und von der Bezeichnung der Prüfungsfächer in der Fachrichtung Touristik her verändert:

a.         Gesschäftsprozesse im Tourismus (150 Minuten)
b.         Kaufmännische Steuerung und Dienstleistungen in der touristischen Wertschöpfungskette (90Minuten)
c.         Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten)

In der schriftlichen Prüfung dürfen nur Aufgaben zu den Themen gestellt werden, welche sich in den 13 Lernfeldern der Berufsschule wiederfinden. Achtung: In einzelnen Bundesländern haben die Berufsschulen mit ihren Ausbildungsbetrieben weitere Themen in den Lehrplan mit aufgenommen

7.   Die mündliche Prüfung (Fallbezogenen Fachgespräch) wurde neu gewichtet und zeitlich sowie vom Ablauf  her verändert

Bei der mündlichen Prüfung können 100 Punkte erreicht werden. Das Endergebnis wird mit 1,5 multipliziert. Grundlage für die Fragen in der praktischen Übung ist das betriebliche Einsatzgebiet, Reisevermittlung, Reiseveranstaltung oder Geschäftsreisen. Eine Kombination der Einsatzgebiete ist nicht mehr möglich. Die mündliche Prüfung ist Sperrfach, d.h. eine mangelhafte Leistungen in der abschließenden mündlichen Prüfung bedeutet das Nicht-Bestehen, es sei denn es besteht rechnerisch die Möglichkeit im Rahmen einer Ergänzungsprüfung die gesamte Prüfung zu bestehen. Die Dauer beträgt 20 Minuten nach einer Vorbereitungszeit von 15 Minuten. Während dieser Vorbereitungszeit kann der Prüfling zwischen zwei unterschiedlichen Situationsaufgaben wählen.

Für Ihre speziellen Fragen geben wir Ihnen gerne weitere Auskünfte.
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