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 Pressemeldung vom 25.03.09
Neugestaltung des Berufsbildes der Reiseverkehrskaufleute

Der Antrag auf Novellierung des Berufsbildes der Reiseverkehrskaufleute ist gestellt. Der Beschluss hierzu des DRV-Ausschusses für Berufsaus- und -weiterbildung wird ausdrücklich vom AJT Fachverband für touristische Aus- und Weiterbildung unterstützt.

Nunmehr geht es darum, die Ausgestaltung dieser Reform anzugehen. Dazu werden Sachverständige und Experten in verschiedenen Gremien diskutieren und die Einzelheiten aufzeigen. Nachdem der DIHK (Deutscher Industrie und Handelskammertag) grundsätzlich bei der Neugestaltung von Berufen das „Dual mit Wahl“-Modell in die Diskussion einbringt, möchte der AJT noch einmal vor einer Zersplitterung des Berufes der Reiseverkehrskaufleute warnen. Eine Spezialisierung mag in Branchen Sinn machen, wo es viele größere und große Betriebe gibt. In der Touristik, wo die meisten Betriebe sehr klein und klein sind, wird allerdings der Allrounder gebraucht.

Außerdem erfolgt bereits heute eine Spezialisierung der Auszubildenden durch den jeweiligen Ausbildungsbetrieb. Geschäftsreisebüros, Touristikbüros, Vollreisebüros, Reiseveranstalter, Incoming-Büros, Airlines, Busunternehmen und etliche andere Unternehmen bilden Reiseverkehrskaufleute aus. Das dabei der jeweilige Unternehmensschwerpunkt den Auszubildenden prägt, dürfte unbestritten sein. Die Schwerpunktbildung für die mündliche Prüfung trägt dem ja Rechnung. Gerade deshalb ist es aber wichtig, dass die Berufsschule die Wissensbasis der Nachwuchskräfte verbreitert und auch auf die Themen eingeht, die diesen im Alltag nicht oder nicht so häufig begegnet.

 Der AJT regt an, bei der Neugestaltung des Berufsbildes den Berufsschulen mehr Freiraum bei der Unterrichtsgestaltung einzuräumen. So kann auf regionale Besonderheiten eingegangen werden, so können besondere Schwerpunkte gebildet werden, so können verschiedene Berufsschulen zusammen arbeiten, um Vertiefungen in bestimmten Bereichen (z.B. CRS, Businesstravel) anzubieten. Idealerweise sollte dies in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben erfolgen.

Wir möchten auch noch einmal ausdrücklich die Gelegenheit nutzen, die Unternehmen der Branche aufzurufen, selbst auszubilden. Nur wer selbst ausbildet, kann den Nachwuchs in die Richtung spezialisieren, die er benötigt.

Für Fragen oder weitere Anregungen steht der AJT Fachverband für touristische Aus- und Weiterbildung e.V. gerne zur Verfügung.

 Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner zu dieser Pressemeldung:
Geschäftsstelle AJT - Fachverband e.V
Thomas Oepen
Tel: 0228 390 43 79
Fax: 0228 390 43 80
info@ajt-fachverband.de
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