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Der Antrag auf Novellierung des Berufsbildes der
Reiseverkehrskaufleute ist gestellt. Der Beschluss hierzu des
DRV-Ausschusses für Berufsaus- und -weiterbildung wird
ausdrücklich vom AJT Fachverband für touristische
Aus- und Weiterbildung unterstützt.
Nunmehr geht es darum, die Ausgestaltung dieser Reform
anzugehen. Dazu werden Sachverständige und Experten in
verschiedenen Gremien diskutieren und die Einzelheiten aufzeigen.
Nachdem der DIHK (Deutscher Industrie und Handelskammertag)
grundsätzlich bei der Neugestaltung von Berufen das „Dual mit
Wahl“-Modell in die Diskussion einbringt, möchte der AJT noch
einmal vor einer Zersplitterung des Berufes der Reiseverkehrskaufleute
warnen. Eine Spezialisierung mag in Branchen Sinn machen, wo es viele
größere und große Betriebe gibt. In der
Touristik, wo die meisten Betriebe sehr klein und klein sind, wird
allerdings der Allrounder gebraucht.
Außerdem erfolgt bereits heute eine Spezialisierung
der Auszubildenden durch den jeweiligen Ausbildungsbetrieb.
Geschäftsreisebüros, Touristikbüros,
Vollreisebüros, Reiseveranstalter, Incoming-Büros,
Airlines, Busunternehmen und etliche andere Unternehmen bilden
Reiseverkehrskaufleute aus. Das dabei der jeweilige
Unternehmensschwerpunkt den Auszubildenden prägt,
dürfte unbestritten sein. Die Schwerpunktbildung für
die mündliche Prüfung trägt dem ja Rechnung.
Gerade deshalb ist es aber wichtig, dass die Berufsschule die
Wissensbasis der Nachwuchskräfte verbreitert und auch auf die
Themen eingeht, die diesen im Alltag nicht oder nicht so
häufig begegnet.
Der AJT regt an, bei der Neugestaltung des
Berufsbildes den Berufsschulen mehr Freiraum bei der
Unterrichtsgestaltung einzuräumen. So kann auf regionale
Besonderheiten eingegangen werden, so können besondere
Schwerpunkte gebildet werden, so können verschiedene
Berufsschulen zusammen arbeiten, um Vertiefungen in bestimmten
Bereichen (z.B. CRS, Businesstravel) anzubieten. Idealerweise sollte
dies in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben erfolgen.
Wir möchten auch noch einmal ausdrücklich
die Gelegenheit nutzen, die Unternehmen der Branche aufzurufen, selbst
auszubilden. Nur wer selbst ausbildet, kann den Nachwuchs in die
Richtung spezialisieren, die er benötigt.
Für Fragen oder weitere Anregungen steht der AJT
Fachverband für touristische Aus- und Weiterbildung e.V. gerne
zur Verfügung.
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