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 Einladungsschreiben vom 11.01.2000
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An alle Partner für die Erstellung des neuen Berufsbildes
Abschlussprüfungen "Reiseverkehrskaufmann/-frau"
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte der AJT-Fachverband für touristische Aus- und Weiterbildung die mit der Ausbildung im Tourismus beschäftigten Parteien zu einem Gespräch über die Umsetzung des neuen Berufsbilds in der IHK-Abschlussprüfung einladen.
Termin: Freitag, 11.02.2000
Zeit: 11-15 Uhr
Ort: Frankfurt/Main
Flughafen, Terminal 2
Fooda Plaza-Bereich (4. Ebene), Präsentationsraum 2
Die ersten Auszubildenden zu Reiseverkehrskaufleuten, die ihre Lehre nach dem neuen Berufsbild begonnen haben, gehen im Frühjahr 2000, also in wenigen Wochen, in die Abschlussprüfung. Hierzu gibt es das generelle Bestreben um jeweils bundesweit einheitliche Prüfungen bei den kaufmännischen Berufen. Dieses Ziel hat die Touristik - im Gegensatz zu anderen Branchen - leider noch nicht erreicht. Aus diesem Grund ergreifen wir mit dieser Einladung die Initiative, da wir sowohl für dieses Gesamtziel als auch für spezielle Fragen der Prüfungsabwicklung Gesprächsbedarf zwischen den beteiligten Parteien sehen. Neben dem Ziel der einheitlichen Prüfung gibt es ein zweites Thema, welches sich aus der Neuordnung des Berufsbildes ergeben hat. Sinn der Neugestaltung war es unter anderem, dem Wunsch der Wirtschaft nach verstärkter Vermittlung von Handlungskompetenz und Transferfähigkeiten statt reinem Fachwissen nachzukommen. Die dazu gefundene Lösung in Form von Schlüsselqualifikationen durch Lernfelder bringt aber auch neue Anforderungen an Form und Inhalte der Prüfungen mit sich. Uns ist natürlich bekannt, dass bei den einzelne Parteien an diesem Thema gearbeitet wird - aber eine koordinierte Abstimmung fehlt bisher. Und damit auch eine nach aussen vermittelbare Darstellung des neuen Prüfungssystems. Stichworte hierzu sind Situationsaufgaben statt Multiple-Choice-Fragen, pädagogisch-didaktische Hilfestellungen für die Praktiker in den Prüfungsausschüssen etc. Natürlich liegt diese unbefriedigende Situation vorrangig am föderalen System der Länderhoheit im Bildungssystem und der damit fehlenden Verantwortlichkeit einer Stelle für solche bundesweiten Koordinationsaufgaben. So liegt es an jeder Branche selbst, hier die notwendigen Schritte einzuleiten. Und dies wollen wir mit dieser Einladung tun. Ansonsten sind letztlich die Azubis die Leidtragenden. Denn schon jetzt haben viele Ausbildungsbetriebe und Schulen Schwierigkeiten damit, wie sie die neuen Lernfeldinhalte umsetzen sollen. Aber wenn dann zusätzlich nicht klar definiert ist, wie dieses Wissen überprüft wird, sind weder Betriebe noch Berufsschulen oder externe Anbieter von Prüfungsvorbereitungen in der Lage, ihre Unterweisungen entsprechend auszurichten. Uns geht es mit diesem Gesprääch darum, alle beteiligten Partner zusammen zu bringen, um gemeinsam festzustellen, welche Maßnahmen im Einzelfall bisher durchgeführt wurden und welche gemeinsamen Aktionen und Abstimmungen man vornehmen kann. Selbstverstäändlich kann dies nur ein erstes Gespräch sein, dem dann anhand einer zu vereinbarenden Aufgabenstellung und -verteilung weitere folgen müssen - mit dem Ziel eines bundesweit einheitlichen Prüfungsrahmens für Reiseverkehrskaufleute. Die Funktion des AJT sehen wir dabei als Moderator. Wir hoffen, dass sich möglichst viele an diesem Sondierungsgespräch beteiligen werden. Denn nachdem dank Ihrer Mitarbeit mit großem Aufwand das neue Berufsbild realisiert werden konnte, liegt eine gute Umsetzung und Prüfung hierzu sicher auch in Ihrem Interesse.
Für eine kurze Rückbestätigung der Teilnahme bedanken wir uns im voraus. Sollten Sie verhindert sein, wären wir für eine kurze Information über bisherige Aktivitäten Ihres Hauses zu diesem Punkt oder Ihre Meinung dankbar, um diese mit in das Gespräch einfließen zu lassen.
Mit kollegialen Grüßen
AJT e.V.
Dirk Aufermann
Mitglied des Vorstands
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