Beschreibung des Verbandes

Aus- und Weiterbildung sichert die Zukunft!
Aus- und Weiterbildung bedeutet eine Vielzahl von Zielgruppen und Themen und ist vom Inhalt her nicht auf einzelne Branchenbereiche oder Interessenlagen aufzuteilen. Neben der Tourismusbranche selbst beschäftigen sich auch IHK und Arbeitsämter mit diesem Thema. Auch hier wird das Thema unter dem Begriff “Berufe im Tourismus” zusammengefasst. Daher bietet es sich an, dass auch die Branche selbst in einem Fachverband zentral und gemeinsam alles Notwendige zu diesem Spektrum erarbeitet, auswertet und neu entwickelt. Damit kann außerdem externen Gesprächspartnern, wie z.B. der Presse, eine zentrale Anlaufstelle angeboten werden. So ist ein Fachverband nach innen ein Bindeglied und nach außen eine Art Lobbyist.

Zukünftig wird es gerade auch in den Fragen des Faktors Personal immer wichtiger, weiterzudenken, Ideen zu entwickeln und mit einer Stimme aufzutreten. Außerdem muss das Bewusstsein für die Bedeutung des Personals und der Weiterbildung ausgebaut werden.

Da es mittlerweile eine Vielfalt an Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten gibt, Fortbildungsangebote immer breitgefächerter werden und der Wechsel von Mitarbeitern zwischen den Tourismusbereichen ständig vorkommen wird, ist es sinnvoll, möglichst zentral und branchenintern eine übergreifende Informations- und Interessensstelle zu installieren. Hier kommen alle Beteiligten zusammen und vertreten ihre Interessen weder gewerkschaftsähnlich noch zielgruppengesteuert.Der Fachverband soll letztlich von Branchenverbänden, Unternehmen, Einzelpersonen jeglicher Berufserfahrung und Bildungsträgern getragen und genutzt werden.

Unabhängig vom Fachverband sollen die einzelnen Branchenbereiche und ihre Verbände natürlich weiterhin spezielle Aufgaben übernehmen, konkrete Interessen vertreten und im Rahmen des Fachverbandes übergreifende Arbeit einbringen oder nutzen.

Erste Gespräche zur Idee eines Fachverbandes haben schon vor Jahren eine grundsätzlich positive Resonanz ergeben. Diese basierte auf der Ansicht, dass zum Thema Aus- und Weiterbildung sicherlich erheblich mehr gemacht werden müsste, als es Einzelaktionen bisher leisten können. Diese Ansicht deckt sich mit Wünschen und Anfragen, die von Unternehmen und Kolleginnen und Kollegen an den AJT herangetragen werden. Diese vermissen die Möglichkeit, sich fachlich fundiert, umfassend, zeitlich ausgiebig und auf den persönlichen Fall bezogen über Möglichkeiten und Angebote zu informieren. Verbände, IHK und Arbeitsämter können dies aufgrund ihrer Aufgabenvielfalt nicht oder nur begrenzt leisten. So wurde der AJT darin bestärkt, den Gedanken weiterzuverfolgen und zu konkretisieren.

Leider folgten dem Interesse und der verbalen Bestätigung selten aktive Unterstützung oder gar Mitarbeit. So hat der AJT über Jahre in mühsamer Kleinarbeit weitgehend unbemerkt die Basis für eine umfassende Arbeit als Fachverband geschaffen. Angesichts über zwanzigjähriger Präsenz des AJT in der Aus- und Weiterbildung wenden sich schon jetzt Interessenten mit ihren Fragen an uns und erhalten, soweit dies in der jetzigen Struktur möglich ist, individuelle Hilfestellungen und Informationen. Weitere Aktivitäten sind z.B. Vorträge und Informationsstände auf Messen.

Diese Arbeit hat mehr und mehr überzeugt und trägt nun Früchte. So kamen in den letzten Wochen endlich konkrete Gespräche über Mitgliedschaften und Mitarbeit touristischer Verbände und Firmen zu Stande.

Und nicht zuletzt wurde der Arbeit des AJT durch eine Studie des Willy-Scharnow-Instituts bestätigt, welche die Schaffung eines Arbeitskreises “Fort- und Weiterbildung” vorschlägt – also genau das, was der AJT schon seit Jahren fordert und praktiziert.

2015 hat sich der AJT federführend für die Schaffung der Qualitätsiniative 360 Grad engagiert, um die geographische Schmalspurausbildung im Berufsbild der Tourismuskaufleute in mehr Kompetenz am Counter zu überführen.

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